Die Tage danach

Veröffentlicht auf von Yulara

Er hat seine Sachen abgeholt, ein letztes Mail & SMS geschrieben...  Sinngemäß hat er geschrieben, dass er unter der Trennung leiden würde...  "Ich leide auch", habe ich mir während dem Lesen der Mail gedacht... "Warum sind wir voneinander getrennt, wenn wir beide darunter leiden?", kam mir in den Sinn.... Ich habe auf nichts reagiert... Habe keinen Sinn in einer Antwort bzw. Reaktion gesehen... Sehe ich noch immer nicht. Evtl. liest er ja dies hier...

 

Der Wohnungsschlüssel lag wie verabredet unter dem Fußabstreifer. Das Bett habe ich frisch überzogen und damit ist auch sein Geruch darin verschwunden. Die Brösel unter dem Küchenstuhl, auf dem er immer beim Frühstück saß, sind eingesaugt...

 

Wie eine Wilde bin ich heute durch die Wohnung gejagt um alle seine Zeichen zu beseitigen. Wie eine Wilde um nicht an ihn erinnert zu werden & um nicht an die Demütigungen denken zu müssen...

 

"Können wir nicht Freunde bleiben?", hat er mich gefragt... "Freunde habe ich genug", habe ich patzig geantwortet... Stimmt ja auch... ^^

 

Noch immer kann ich es nicht glauben! Noch immer warte ich Mittags darauf, dass die Tür aufgeht und er zum Mittagessen kommt... Noch immer warte ich auf ein SMS oder einen Anruf... Morgens werde ich wach und er ist nicht da...Es tut weh... Muss es wohl auch... Ehrlichkeit schmerzt meistens.

 

Man kommt schwer durch den Tag, wenn sich die Gedanken um diese Beziehung bzw. diese Trennung kreisen... Und egal wie viel man wischt, saugt & arbeitet, man stößt trotzdem immer wieder auf diese eine Person. Ich zucke zusammen, wenn ich "Scrubs", "James Bond" oder "Babylon 5" im Fernsehprogramm sehe... Beim Vorbeigehen an meiner Garderobe weht mir von meinen Schals noch sein Geruch entgegen, Orte & Plätze die mit Erinnerungen an unsere gemeinsame Zeit gespickt sind springen mir ins Auge... Bilder der Erinnerung schießen einen wie Blitze und ohne Vorwarnung durch den Kopf... Ein Blick, eine Geste, ein Satz, ein Wort...

 

Das alles ist (noch) sehr fremd... So fremd wie es damals war, als er plötzlich in mein Leben trat... Gerungen habe ich mit mir, um ihn den Platz in meinem Leben einzuräumen den er verdient hatte... Alle bösen Gedanken & Bedenken beiseite geschoben, alle bisherigen Erfahrungen schön geredet ... Unbelastet wollte ich in diese Beziehung gehen und fair wollte ich sein! Fair war ich bis zum Schluß...

 

Und immer die Fragen: Wie konnte ich mich so sehr täuschen? Wie konnte ich wirklich glauben, ich sei angekommen? Wie konnte ich ihn nach so kurzer Zeit so sehr vertrauen?

 

Könnte ich es wieder tun? - Ihn vertrauen?- Jemanden vertrauen?

 

 

 

Zu meinem Engel gebetet, für kein andres Mädchen gelacht
Tausend Stunden gewartet, hat alles nichts gebracht
Zwanzig Briefe geschrieben, bis einer gut genug war für dich
Hallo wie gehts dir? Denkst du manchmal an mich? - Manchmal

Wie sieht der Himmel aus, der jetz' über dir steht?
Dort wo die Sonne, im Sommer nicht untergeht
Wo fängt dein Himmel an, und wo hört er auf?
Wenn er weit genug reicht macht dann das Meer
zwischen uns nichts mehr aus?
Du fehlst mir, oh du fehlst mir

 

Alle Uhren auf Anfang, ich kann nich' mehr sehn.
Seit ich dich getroffen hab, bleibt mein Herz manchmal stehn - Manchmal

Wie sieht der Himmel aus, der jetz' über dir steht?
Dort wo die Sonne, im Sommer nicht untergeht
Wo fängt dein Himmel an, und wo hört er auf?
Wenn er weit genug reicht macht dann das Meer
zwischen uns nichts mehr aus?
Du fehlst mir, oh du fehlst mir...

 

Wie sieht der Himmel aus, der jetz' über dir steht?
Dort wo die Sonne, im Sommer nicht untergeht.
Wo fängt dein Himmel an, und wo hört er auf?
Wenn er weit genug reicht macht dann das Meer,
zwischen uns nichts mehr aus?
Du fehlst mir, oh du fehlst mir...

 

Veröffentlicht in Real-Life

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